Nocebo – Lyrik

no©opyright – Die Gedanken sind frei

Monat: Februar, 2017

Abgrundtief Flach

Lass dich fallen,

flüsterst du mir zärtlich zu,

als du mich in den Abgrund treibst,

Wunden verletzen die Zeit.

Wie Peitschenhiebe prasseln

deine sanftesten Berührungen

auf mich ein,

wie du mir, so ich mir.

Kein Ich in deinem Wir,

verzeih mir,

denn ich weiß, was ich tu,

endlich einsam als ein Plan.

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Ideeologie

Wir wollen schweigen,

doch uns fehlen die Worte,

und so fliegen wir davon,

weil unser Wort kein Gewicht hat.

Die Sprache ist mächtig,

doch sind wir ihrer nicht mächtig,

so ist Meinung Wahrheit,

und Wahrheit eine Auswahl.

Entscheidung ohne Verzicht,

reiche ich dir den kleinen Finger,

schuldest du mir dein Gesicht,

deine Loyalität entschuldigt mich nicht.

Zurück in die Werbung

Alles ist vermissen,

das Lachen in der Luft,

die Tränen im Kissen,

nur Geruch ohne Duft.

Das ungewisse Etwas fehlt,

die Gewissheit quält.

Endlich ist es sicher,

Werbetexter sind die letzten Dichter.

Der Hoffnung letzter Streich,

das Hoffnung bis zum Ende 

der Ewigkeit reicht,

immerhin das Konto verzeiht.