Nocebo – Lyrik

no©opyright – Die Gedanken sind frei

Monat: November, 2014

BIP

Ich bin, der Wunsch den du einst in einen Brunnen warfst,
ich bin, die einsame Stunde in der es der Sehnsucht bedarf,
ich bin, der Fluch den du mir an den Hals gehetzt,
ich bin, das Bedürfnis das dich niemals berührt, aber immer verletzt,
ich bin eingebildet, ein Produkt deiner Phantasie.

Du bist, die Berührung einer lauwarmen Sommernacht,
du bist, die Romantik einer verlorenen Schlacht,
du bist, der unerwiderte Blick einer Lust,
du bist, das Gefühl während des Kusses,
du bist ausgebildet, ein Produkt meines Verlangens.

Sie ist, der orgasmuslose Kopffick,
sie ist, der Schlag ins Genick,
sie ist, das unbehagliche Gefühl in einer dunklen Gasse,
sie ist, die Identität einer Rasse,
sie ist abgebildet, ein Produkt seines Ideals.

Er ist, die väterliche Hand der Verführung,
er ist, die Stille nach der Abtreibung,
er ist, das Verlangen nach Besser Sein,
er ist, das geschmacklose Gift im reinen Wein,
er ist gebildet, ein Produkt ihrer Wünsche.

Wir sind das Bruttoinlandsprodukt.

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Aufforderung

Liebe ist nicht genug, aber zu viel,
als dir der Apfel zufiel.
Erkenntnis der Nacktheit,
dass das Gegenüber es weiß.

Verletzlichkeit,
getrenntes Glück, halbes Leid,
Zukunft geht, Erinnerung bleibt.
In Erwartung der Offenbarung,
ist Enthaltsamkeit nur Tarnung.

Unflexible Zukunft,
im Rahmen der Vernunft,
ist das geforderte Lieben keine Kunst.
Alle Wege führen zum Ziel,
doch deine Abkürzung nehmen,
voller Inbrunst zum Eigengenuss.

Welches Licht fällt so tief,
das es den Marianengraben erhellt?
Einsamkeit, nur der Intimität auffällt,
doch Gleichgültigkeit mit Egal verwechselt.

90-60-90

Existenzberechtigung wird gemessen in 90-60-90.
ganz individuell gebräunt im Dünnpfiff Teint.
Schöne Dinge ziehen schöne Dinge an,
kein Wunder das ich nach dem Autokauf meine Frau fand.
Schöne Menschen entstellt nichts,
Hässliche entstellen alles.
Ich bin so schön, wie ne Craignutte im 80zigsten Lebensjahr,
warum ich ewig leb, zu hässlich fürs Paradies,
zu dumm zum sterben,
genug Sexualdrang für unzählige Erben.
Ok, das ist gelogen, denn um zu erben,
müsst es was zu erben geben,
und solange ich nicht ernte,
gibt es nichts zu säen.
Alle Menschen sind gleich,
nur du bist schöner,
ein verwöhnter Körper,
und unzählige Schwerter im Rücken,
denn die Krüppel auf Krücken,
wollten sich nicht mehr für dich bücken.
Kein leichtes Leben, 150 Gramm Schminke,
wiegen schwer, wie Gravitation,
im Kampf um deine Heldenbrust.
Reduzier mich nicht auf meinen Körper,
meine Schuhe waren teuer.
Was nützt ein schöner Geist,
wenn er in einem hässlichen Körper wohnt.
Dank Schönheitsoperationen,
kann ich heute wieder sein, wie ich früher war,
nur besser, und dich,
wie ich dich formen will,
nenn mich Gott.
Glaubst du echt, ich liebe dich?
Doch nur für die neidischen Blicke,
für das geile Rumgeficke,
wie du alles für mich tust,
wenn du nur haben kannst was du willst.
Glaubst du ich weiß nicht,
dass du mich nicht liebst?
Glaubst du, du wärst mehr als ein Statussymbol?
Liebe ist nicht käuflich,
als würd ich dir nicht gefallen wollen.
Fick für fick, polier mein Ego,
sag, so einen Großen hatte ich nie in mir!
Wie du hast schon mit anderen gebumst?
Ich bin deine Welt, deine Vergangenheit,
deine Zukunft, deine Gegenwart!
Du hast nie gelebt bevor du mich trafst!

Zwangsprostata

Ich hab nen Korken in der Krone,
die Nippel sind getaped, also tanz ich oben ohne,
keine Rücksicht, auf das ich dich verschone,
mein Leben ist die Schablone,
eines penetrant Glücklichen.

Nein ich bin keine Kopie,
nur eine wahnsinns Eigeninterpretation,
eines verkannten Genies,
unter Fremdvorgaben.
Das Leben ist salzig,
wie sone Brise am Swimming Pool,
zwangsvergeben und englischer Hool,
a Hoop Weltmeister.

Ich bin überaus sprachgewandt,
wie die Bild,
mit Schwert und Schild,
bin ich Prinz-ipientreu,
kenne keine Scheu vor Mord und Totschlag,
in der indischen Botschaft.

Zwangsprostata, ich bin ein Mann,
doch die böse, weibliche Seite gewinnt,
als ich meinen Genitalien hinterher schwimm,
und die Schamhaare sind getrimmt,
wie mein Charakter, charmant und unbefangen,
bin ich der gelehrte Schlangenbeschwörer,
der Drahtzieher hinter jedem Hinterhalt,
mach ich in jedem Hintern halt,
das kriechen ist angenehm,
denn du benutzt genug Gleitcreme,
so wird dir nie das Grinsen vergehen.

Wichtig

Die Bananen sind von glücklichen Kindern gepflückt,
die Eier von glücklichen Hühnern gelegt,
der Einkauf verspricht Bedürfnisbefriedigung,
nur du bist unglücklich, als du den Preis dafür siehst.

Ein Autofahrer hat den Vorsprung durch Technik,
ein Fahrradfahrer nur die Umwelt im Sinn,
ich bin reich, mir ist alles gleich,
der Zehn Euro Schein liegt mit einem Spaten im Garten,
ich lasse mein Geld für mich arbeiten.

Auf der Suche nach Schönheit,
bin ich beim Schönheitschirurgen ein und ausgegangen,
und ließ mir die Seife gleich mitgeben, Fight Club.
Irgendwie bist du nur so perfekt, wie ich es dir zugestehe,
Gummibrot und Zuckerpeitsche,
ich bin immer in Form, wie eine Leiche.

Wichtig ist was wichtig ist,
weil schön ist was schön ist,
weil klug ist was klug ist,
nur ich bin es nicht.

vielfältige Gleichheit

Ich bin eine Mischung aus Hitler und Gott,
jede Frau hat mir ein Kind zu schenken,
damit ich sie nach meinem Ebenbild formen kann.

Adam und Eva, Kain und Abel,
wir haben alle die gleiche Mutter,
die Bibel liest sich wie eine Fabel,
gegen Vielfalt, ich mach ein Loch
in den Arche Noah Kutter.

Der erste Mensch,
hat sich im Vollsuff von hinten selbst gezeugt.
Evolutionstheorie,
Vielfalt erwächst aus Gleichheit,
wir setzen uns Grenzen,
um uns pure Moral einzuschenken,

Ich bin ein menschliches Tier,
egal was mein Perso sagt,
egal was meine Religion fragt,
egal worüber meine Politik tagt.
Identifikation hat versagt,
Individualität hat geklagt,
und die Masse hat verurteilt.

Unfruchtbar

Den Gedanken verloren in der Küche stehen,
und dem Wollen nachsehnen,
abgesehen vom Wünschen wird der Kühlschrank,
ihn schon öffnen, den Ruf nach widerstandloser Liebe,
gegenstandslose Hiebe,
Schlag um Schlag auf das Trommelfell der Erinnerungen,
ist der gesonderte Wille nach dem Vergessenen aufgegessen.

Sport ist Mord an den Sünden,
liebloser Sehnsucht der Anteilnahme verkündend,
könnte ein Ich sich nur mit einem Du verbünden,
doch im Wir ist kein Platz für ein Du.
Eins plus Eins ist Zwei, wahrhaftige Mathematik,
doch viele Rechnungen führen zur Zwei,
Drei mal Zwei minus Vier,
vergossenes Bier auf das unbespielbare Klavier.

Ich kann nichts werden und verlier die Hoffnung aufs sterben,
vom haltlosen Verlangen zu Bettpfostenkerben,
vermissend der Erben, die die Eizelle nie erreichen werden.

Massenmord an unfruchtbaren Gedanken,
auf unfruchtbarem Boden.
Egoismus, der Zollbeamte moralischer Schranken,
gekleidet in den neuesten Moden,
und aus purem Selbstneid den schädelinternen Regenwald rodend.

Taten

Ich weiß, dass ich nichts weiß,
und das bringe ich dir bei – Fuß-
du hast den Blues.
Jetzt musst du nur noch tanzen lernen,
denn nur in diesen Schritten,
greifst du nach Sternen,
anstatt nach den Blicken.

Ich bin ein störender Annährungsversuch,
beim Entfernen von Ideen,
verbrenne ich das Buch,
den Rest wird der Wind verwehen.

Ich bin die Antwort auf alle Fragen,
wenn sie nichts fragen,
und seit Wochen tagen,
was in Sekunden verschwunden,
hätten sie sich nur die Augen verbunden,
sie hätten nie um diese Erkenntnis gerungen.

Worte lügen, Taten sind Wahrheit,
als wenn die Worte nicht gut Taten.
Bin ich nicht in der Lage,
wenn die Waage,
wieder mein Bewusstsein enttäuscht,
als hätte ich nicht gelebt,
das ich mich selbst täusch.

Sinn

Verfolgungswahnsinnig, immer der Nase nach, Geruchssinn,
blödsinnlicher Trübsinn und eigensinnig freiheitssinnlich,
irrt sich der Sinn, ist er zu schwach oder zu Un.
Frohsinnlicher Maskenball, eigentlicher Tastsinn
verliert sich im Geschmackssinn. Sinnlicher Scharf,
als Tief.

Uhrzeigersinnliche Eitelkeiten,
verfluchen was man stellte,
bevor die Nacht verwelkte.
Nelkenmeer der Schönheitsindustrie,
verführen zum Riechen, wie `so gut war’s noch nie´,
ach fick dich in den Ellbogen,
warum endet es mal wieder schlecht verzogen?

Unbesorgt, schlecht Uraufgeführt,
der erste Eindruck zählt,
der zweite Druck quält,
aus dem Notausgang verwählt.
Bald Tod oder doch leicht berühmt,
schauen wir uns nur beim Sterben zu
wie man sich mit dir die Nase rühmt,
Schönheitsoperation am Untreuemakel,
so wird die Liebe nie verblühen,
noch mal zwanzig Jahre für dich nachglühen,
wenn das Feuer aus ist,
und du deine Freiheit vermisst.

Stubenreine Politwissenschaften
wenn die nur wüssten das sie kein Wissen schafften,
wenn wir nur wüssten das uns Wissen schafft.
Raffgier und Habsucht, dein Traum ist mein Traum,
mein Weg ist deine Planke, nie genug Raum,
zum Leben, als die Tiere wichen,
Lebensrauminhalt,
wenn Alles, Nichts ist, besitze ich Alles.

Infizierte Identifizierte,
uninformierte Uniformierte,
Erkenntnis verkannt,
Unterschiede von Gleichheit bestimmt,
auf dem Finden nach Sinn,
sind wir alle gleich gestimmt,
wie Gleichgültigkeit, von dir und mir,
wie Ungleichgültigkeit von IQ Werten,
wer wird denn morgen schon sterben.

Körperwelt

Ich ziehe ihr rotes Kleid aus,
ziehe ihr Gesicht über meine Haut.
Ich habe ihr, ihr Herz geklaut,
es neben meinem in der Gefriertruhe verstaut.

All die Versprechungen sind wahr geworden,
bis das der Tod uns scheidet,
sie ist in meinen Armen verstorben,
und wird durch mich wiedergeboren.

Widerspruchslos sitzt sie im Schaukelstuhl,
leere Augen, imprägniertes Haar, nettes Lächeln.
Ich kann sie wieder mit dem Blick,
statt dem Kummet fesseln.

Wir leben zwischen den Körperwelten,
wo ich ihr Liebe mit Ewigkeit vergelte.
Unendlich liebst du mich wie Mama,
endlich ist Papa auch stolz auf mich,
und akzeptiert dich, wie du geworden bist,
auch wenn du dein Sein vermisst.