Nocebo – Lyrik

no©opyright – Die Gedanken sind frei

Irrlichter

Ich gehe dir unter die Haut
und du fährst aus ihr heraus.
Jetzt steck ich in deiner Haut
und kann nicht
in deinen Schuhen laufen.

Wenn du fliegen willst,
will ich dich nicht festhalten,
sondern von der Klippe stoßen,
dein Leben in Kata-strophen.

Bis zum Äußersten gehen,
aber nicht ins Innerste,
denn du verdienst was besseres,
als die Welt sein kann.

Und dann, aber dann,
wird alles gut,
was nicht
hätte schlimmer sein können.

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Sellfi-sh

Der eigenen Stimme
weder Herr noch frei,
bedeutungslos irren
auf „meinem“ Weg.

Das Ich bin Ich der Identität,
weder wahr noch Realität.
In ewiger Sinnhaft
Sicherheit finden.

Der Maßstab der Individualität,
das ist unglaublich witzig.
Der Maßstab der Individualität,
ich hasse diesen Text.

20% auf Alles

Ich würde alles
nochmal genauso machen
müssen.

Verzeiht euch das Verzeihen
wir können nichts
außer weitermachen.

Keine Götter oder Kräfte,
nur Gewalt.

Die andere Wange

Niemand glaubt an Krieg
und alle kämpfen
dagegen an,
Paradox oder Verstand?

Mit wem gegen wen?
Einer für Alle,
oder wer nicht für mich ist,
der ist gegen mich?

Die andere Wange hinhalten
für Zivilcourage,
oder nicht nachgeben,
wie klug ist klug?

Mobbe das Mobbing,
führe Krieg gegen Krieg,
Köpfe, damit es keine
andere Wange mehr gibt!

Doppelkinn

Ich will nicht hoch hinaus,
ich will nur darüber hinweg,
zwischen Lifestyle und Tourette,
bin ich der Erste
und letzte Dreck.

Wieder so oder so,
alle leben und ich aufm Klo.
Spagat im Handstand,
nach allen Schöpfungsideen
sind wir verwandt.

Endlich bist du besser,
nein, wirklich, du bist besser
und ich bin gleich
zur Stelle,
reich mir die Hand
ist nur eine Schelle.

Nur irgendetwas
was mich erinnert,
dass ich am Leben bin,
Doppelkinn.

Virtuelle Surrealität

Traum oder Wahrheit,
erträumte Wahrheit,
wahre Träume,
Ware Träume.

Wie du willst,
wann du willst,
mit wem du willst,
mit dir allein.

Fünf vor Zwölf ist zu spät,
jetzt ist zu spät,
Früher ist zu spät.

Nichts mehr wie es war,
damit alles bleibt
wie es ist.

Niemals vergeben

Du liebst mich jetzt!
Es ist Valentinstag.
Du hast mich verletzt,
weil du mich nicht magst.

Ich kann nicht
ich will nicht
ich soll nicht
ohne dich glücklich sein.

Alles ist gut,
ich habe den Mut,
ein Nein ist ein Ja,
ich bin weise und dankbar.

Du liebst mich, weil ich dich
niemals aufgebe,
und du auch wieder aufstehst.

Du oder ich

Du warst immer stärker als ich,
jeder Gedanke nur ein Schritt,
Meinung niemals,
immer nur Aufmerksamkeit.

Du warst immer klüger als ich,
ich falle – du fliegst,
ich denke nach – du vor,
ich überlebe – du lebst.

Jetzt schau dich an,
du bist verliebt,
nichts mehr an dir,
was es von dir noch gibt.

Titel

Ich bringe meine Vorurteile zu Papier
und gewinne, was du verlierst,
doch jeder verdient,
was man bekommt.

Bring mir das Fischen bei
und ich mache dich satt.
Ungerechtigkeit für Alle
ist Gerechtigkeit für Alle.

Ich mach was ich will,
du machst was du willst,
gleiches Recht für Alle,
du machst was ich will.

Ist es die Idee
oder der Name darunter?
Patent.
Ist es das Kind,
oder der Nachname dahinter?
Potenz.

Bis gleich

Alles ist vergänglich,
nur ich bin noch hier
zwischen bis und gleich,
Ewigkeit kennt keine Zeit.

Ich vergehe mir nicht,
während Zeit treibt
zwischen bis und gleich,
ich vergebe dir, Freiheit.

Moment für Moment
für vergebens vergessen
zwischen bis und gleich,
immerwährende Einsamkeit.