Nocebo – Lyrik

no©opyright – Die Gedanken sind frei

Meinungsfrei

Die Natur interessiert
deine Meinung nicht.
Aber…
Kein wenn und kein aber
werden die Menschen aufhalten.

Nach den Sternen greifen…
Der Himmel auf Erden…
Die Hoffnung stirbt zuletzt…
und wir mit ihr.

Wir sind uns egal
und nicht gleichgültig.
Wir sind uns näher,
wenn wir uns vergleichen.

Verstanden haben wir.
Gewarnt sind wir.
Hoffentlich findet niemand
diese Zivilisation.

Wir teilen Gewalt
gegen Kinder,
gegen Frauen,
gegen Männer,
gegen Religion,
gegen Nationen,
gegen Hautfarben,
gegen uns
aus…

Und trotzdem sind wir
nicht wichtig für das Universum.
Die Zeit rinnt,
und wir waren nichtmal ein Moment.

Scroll weiter

Hier gibt es nichts zu lesen,
scroll weiter,
das Wetter wolkig bis gescheitert,
scroll weiter

Weder Krieg noch Frauenrechte,
wenn der Storch nur echte Männer brächte,
doch nun sind wir hier
und müssen das machen.

Sekundenschlaf, was ist aktuell?
Ist Jetzt noch Jetzt oder Gleich?
Haltet die Welt an,
ich will mithalten.

Scroll weiter,
hier verändert sich nichts,
tausend Bilder geteilt
und auf keinem bin ich.

Besessen

Teilen ist Verzicht.
Besitzen um zu leihen.
Vertrauen vor Gericht.
Verträge sind definiertes Verzeihen.

Besessen oder besessen werden,
wie du mir so ich dir
bis die ganze Welt gehört,
mein Internet ist gestö

Versagen

Geliebte Menschheit,
fick dich… selbst,
wie wir vergewaltigen,
sexuell, moralisch, menschlich,
nur um es besser zu haben.

Jede Idee wurde gedacht,
jede Intuition empfunden,
jede Vorstellung visualisiert,
nur verändert hat sich nichts.

Wir können nichts,
außer weitermachen.
Die Macht der Wiederholung
auf das Wiederholte anwenden,
reines Gewissen spenden.

Ich bin nicht unschuldig,
Ich bin nicht unschuldig,
Ich bin nicht unschuldig,
Ich bin nicht unschuldig.

Geliebte Menschheit,
wir ficken uns nicht,
wir vergewaltigen Alles.

Die Kinder

Ach die Kinder,
ach die Kinder,
das letzte Argument,
nur zuhören will niemand.

Kindliches Warum,
statt kindlicher Intimfrisur.
Kindliche Neugier,
statt kindlicher Behaarlichkeit.

Über statt mit ihnen reden,
die Last der Erwachsenen.
Ihre Leiden sind wir,
und unsere Antwort ist Nein.

Unsere Freiheit,
unsere Wahrheit,
unser Euch wird es besser gehen,
ihr seid unsere Unsterblichkeit,
von Generation zu Generation.

Co. Co. Corona

Nichts mehr wie es wahr,
Co. Co. Corona.
Alles zerstört wie es wahr,
Co. Co. Corona.

Alles Lug und Betrug,
Co. Co. Corona.
Alles war besser als zuvor,
Co. Co. Corona.

Und wieder spiegeln
wir uns nur wie wir sind.
Verschärft und begehrt,
Hass ist verehrt.

Vorher, nachher, mittendrin,
nur wie wir sind.
Auch Pandemien verändern uns
nicht.

In einer kranken Gesellschaft
heilt auch keine Krankheit,
wie wir uns auch winden,
wir können nicht verschwinden.

Weder noch, aber doch

Verbesserte Veränderung…

Veränderte Verbesserung…

Verkauft? Eingekauft? Gesponsert?

Ideale Ideologie…

Ideologische Ideale…

Wir sind schockiert,

wenn wir herausfinden

dass die Anderen auch lügen.

Ende

Meine Freiheit endet

wo ich ihr Grenzen setze,

als würde ich mir Grenzen setzen,

nur um dich zu verbrechen.

Vom Nichtstun

Lasst uns dagegen nichts tun,

lasst uns nichts dagegen tun,
tut doch nicht so,
so tut doch nichts.

Wir sind gegen Nichtstun,
Wir sind für Nichtstun,
Wir sind Nichtstun,
Wir können Nichts-tun.

Wollt ihr das totale Nichtstun,
das Weder für noch wieder,
das vollkommene Leere,
das Paradies?

Nein, wir wollen Nichtstun,
nein, wir werden Nichtstun,
nein, wir sind Nichtstun.

Wir könnten,
wir würden,
wir sollten,
es besser wissen
und wissen es besser,
als wir es selber wissen.

Stillstand

Die Welt hält an,

niemand steigt aus,

alle bleiben sitzen

und reißen sich Haare

und Beine aus.

Keine neuen Ideen,

warten auf Weitermachen,

und die Zeit wird vorgespult,

digitale Existenzen.

Die Füße scharren nicht,

sie stehen auf dem Gaspedal,

und die Hände an der Bremse,

wir brauchen Urlaub.