Nocebo – Lyrik

no©opyright – Die Gedanken sind frei

Die andere Wange

Niemand glaubt an Krieg
und alle kämpfen
dagegen an,
Paradox oder Verstand?

Mit wem gegen wen?
Einer für Alle,
oder wer nicht für mich ist,
der ist gegen mich?

Die andere Wange hinhalten
für Zivilcourage,
oder nicht nachgeben,
wie klug ist klug?

Mobbe das Mobbing,
führe Krieg gegen Krieg,
Köpfe, damit es keine
andere Wange mehr gibt!

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Doppelkinn

Ich will nicht hoch hinaus,
ich will nur darüber hinweg,
zwischen Lifestyle und Tourette,
bin ich der Erste
und letzte Dreck.

Wieder so oder so,
alle leben und ich aufm Klo.
Spagat im Handstand,
nach allen Schöpfungsideen
sind wir verwandt.

Endlich bist du besser,
nein, wirklich, du bist besser
und ich bin gleich
zur Stelle,
reich mir die Hand
ist nur eine Schelle.

Nur irgendetwas
was mich erinnert,
dass ich am Leben bin,
Doppelkinn.

Virtuelle Surrealität

Traum oder Wahrheit,
erträumte Wahrheit,
wahre Träume,
Ware Träume.

Wie du willst,
wann du willst,
mit wem du willst,
mit dir allein.

Fünf vor Zwölf ist zu spät,
jetzt ist zu spät,
Früher ist zu spät.

Nichts mehr wie es war,
damit alles bleibt
wie es ist.

Niemals vergeben

Du liebst mich jetzt!
Es ist Valentinstag.
Du hast mich verletzt,
weil du mich nicht magst.

Ich kann nicht
ich will nicht
ich soll nicht
ohne dich glücklich sein.

Alles ist gut,
ich habe den Mut,
ein Nein ist ein Ja,
ich bin weise und dankbar.

Du liebst mich, weil ich dich
niemals aufgebe,
und du auch wieder aufstehst.

Du oder ich

Du warst immer stärker als ich,
jeder Gedanke nur ein Schritt,
Meinung niemals,
immer nur Aufmerksamkeit.

Du warst immer klüger als ich,
ich falle – du fliegst,
ich denke nach – du vor,
ich überlebe – du lebst.

Jetzt schau dich an,
du bist verliebt,
nichts mehr an dir,
was es von dir noch gibt.

Titel

Ich bringe meine Vorurteile zu Papier
und gewinne, was du verlierst,
doch jeder verdient,
was man bekommt.

Bring mir das Fischen bei
und ich mache dich satt.
Ungerechtigkeit für Alle
ist Gerechtigkeit für Alle.

Ich mach was ich will,
du machst was du willst,
gleiches Recht für Alle,
du machst was ich will.

Ist es die Idee
oder der Name darunter?
Patent.
Ist es das Kind,
oder der Nachname dahinter?
Potenz.

Bis gleich

Alles ist vergänglich,
nur ich bin noch hier
zwischen bis und gleich,
Ewigkeit kennt keine Zeit.

Ich vergehe mir nicht,
während Zeit treibt
zwischen bis und gleich,
ich vergebe dir, Freiheit.

Moment für Moment
für vergebens vergessen
zwischen bis und gleich,
immerwährende Einsamkeit.

Wein predigen – auf Wasser laufen

Der unstillbare Drang nach bedingungsloser Freiheit,
die unbändige Lust nach ewigem Glück,
die Sehnsucht nach mehr,
aber kein freier Wille.

Willenlose Handlanger des Schicksals,
verantwortungslose Schwachsinnige des Zufalls,
gutgläubige Opfer des Höheren,
aber die Krone der Schöpfung.

Oh welch Frevel
lässt mich Urteile sprechen,
bin ich doch nicht mehr –
als das Produkt meiner Umwelt.

Einmal um die Sonne

Dieses Jahr wird mein Jahr,
wie bereits seit jedem Jahr.
Alles Neu, Weizen und Spreu,
ich bleibe mir treu, wie Neuem.

Ein Jahr voller Möglichkeiten,
ich will jede heiraten
und mich nicht entscheiden,
wie Wölfe hinter der Wursttheke.

Bleib wie du bist,
weil es mir beliebt,
wie du dir Preis gibst.

Bleib wie du bist,
nur schlanker, schöner,
reicher und gesünder,
du Sünder.

Das Leben ist zu kurz
für Ehrlichkeit,
bis das rauskommt
bin ich steinalt.

Schamhaarlos

Heimlich schleicht er sich vorbei,
Glücksgefühle sind nur ein stummer Schrei,
und wie ich es liebe,
wenn ich wüsste was Liebe ist.

Und wie es sich ziemt,
zähmt es mich,
doch einer wußte das nicht
und vergewaltigte.

Sehnsüchtig liebäugeln,
verzehre mich,
das jüngste Gericht,
Bonbon Appetit.

Nur Gestalt,
weder Schatten
noch Grimassen,
Tagalpträume
warum muss ich mich schämen?